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Überlegungen zu Ursünde und Rechtfertigung - veranlasst durch Herbert Schnädelbachs Verurteilung dieser Glaubenslehren als menschenverachtend -> von Dr. Eberhard Leppin

In seinem Aufsatz „Der Fluch des Christentums“ (Die Zeit 11.5.00) stellt Schnädelbach die Lehren von Erbsünde und Erlösung durch den Opfertod Christi - sieht man einmal ab von seiner Polemik - so dar, wie es ähnlich auch in unseren Bekenntnisschriften, Kirchenliedern und theologischen Werken geschieht.

Trotzdem erkennen wir uns und unseren Glauben darin nicht wieder oder doch nur von ferne. Das liegt daran, dass die christliche Lehre ihre ausformulierte Gestalt in den ersten Jahrhunderten nach Christus gefunden hat in der Sprache der damaligen Zeit und mit Hilfe der Begriffe der damaligen Philosophie.

In diesen Begriffen dachten die christlichen Theologen selbst und in der Sprache ihrer Zeit mussten sie sich natürlich auch ihren Zeitgenossen verständlich machen.
Dem Bemühen, diese Begriffe aus ihrer Zeit und aus dem Denken des Alten Testamentes heraus zu verstehen und auszulegen, gelten die folgenden theologischen Überlegungen. Dr. Leppin schreibt: "Wir müssen heute darüber von Grund auf neu nachdenken." [weiter ...]

 
 
Sündenfall zum Schöpfungsfenster
Schöpfungsfenster in der Elisabethkirche

Tod - und Leben in Ewigkeit
-> von Dr. Eberhard Leppin

Hochgrab Wilhelm des II von Hessen mit der Darstellung seines von Würmern zerfressenen Leichnams im Landgrafenchor der Elisabethkirche...Der Tod ist nicht nur das Ende unseres Lebens, sondern auch seine Vollendung. Diese Vollendung führt über all das hinaus, was wir als Leben kennen und uns vorstellen können; so wie ja auch die Ewigkeit nicht einfach eine endlos gedehnte Zeit ist - das wäre eine schreckliche Vorstellung! - sondern ein Tag, der wie ein glücklicher Augenblick aufleuchtet und nicht wieder untergeht. Darum wird in der Bibel das ewige Leben unter dem Bild einer Hochzeit beschrieben. [weiter ...]


Wunder - wozu brauchen wir die Wundergeschichten in der Bibel?
-> von Dr. Eberhard Leppin

Vierkrückler, der um seine Heilung am Grab Elisabeths betetDie Wundergeschichten der Bibel sind von ganz verschiedener Art und jeweils etwas ganz Besonderes. Von diesen Besonderheiten aber soll hier nicht die Rede sein. Nur eine einzige Frage will ich erörtern:
Was können Geschichten von Wundern, die andere erlebt haben, für uns überhaupt bedeuten?
[weiter ...]


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Letzte Änderung am 30.04.2003 9:06