Anmerkung zur KreuzesmystikEs ist angebracht, hier ein Wort über die zur Zeit Teresas so beliebte Leidens- und Kreuzesmystik zu sagen. Auffallenderweise ist bei ihr im innersten Gemach nicht das Bild des Kreuzes, sondern vielmehr das eines strahlend geschmückten Bräutigams zu sehen, der seine Braut erwartet (7 Mor. 2). Dennoch ist es ein dorniger und entsagungsreicher Weg, ein Weg nach innen, hin zur Mitte. Und das bedeutet für den Weg der Nachfolge: Auch diese Wohnung hat ihr Kreuz. Was in der mystischen Literatur allgemein als Losschälung erwähnt wird, heißt bei Teresa im original sehr viel exakter: desasimiento Nicht-festhalten, also Loslassen.11
Letzte Änderung am 19. März 1999 um 16:00 |