Theresas Sorge um Andere - ihre Gelassenheit in Gott


Ihre Sorge drückt sich auch in dem Brief an einen befreundeten Edelmann in Avila aus, Don Francisco de Salcedo, dem sie Ende September 1568 schreibt:

„Gott erhalte Ihnen das Leben, bis ich sterbe. Nachher werde ich Sorge tragen, daß unser Herr auch Sie bald zu sich nehme, damit ich dort nicht ohne Sie bin“ (Cta. 13).

Inmitten dieser Bindung und Hinwendung an Freunde bleibt Teresa in ihrer „Ge-lassen-heit“ („desasimiento“). Ihre Bereitwilligkeit und Ergebenheit in Gott gründet in ihrer Haltung, die für viele Menschen so etwas wie Teresas Kennkarte darstellt. Die erst nach ihrem Tod aufgefundenen Worte19 drücken eine Hochform ihrer Beschauung in sehr knappen Worten aus:

Nada te turbe,
Nada te espante,
Todo se pasa,
Dios no se muda,
La paciencia
todo lo alcanza;
Quien a Dios tiene
Nada le falta.
Sólo Dios basta.
Nichts soll dich ängstigen,
Nichts dich erschrecken,
Alles vergeht,
Gott bleibt derselbe.
Geduld
erreicht alles.
Wer Gott besitzt,
dem kann nichts fehlen.
Gott nur genügt



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Copyright © 1999 Pfr. B. Dietrich und Dr. M. Schwarten
Letzte Änderung am 19. März 1999 um 16:00