Theresas Freiheit


Hieraus erklärt sich wohl auch die „Freiheit der Kinder Gottes“, die ihr im Umgang mit höchsten Würdenträgern (zwei Briefe an König Philipp II. vom 11. 6. 1573 und vom 4. 12. 1577 sind erhalten) den jeweils adäquaten Tonfall, aber auch eine gewaltige Dosis von „libertad“ („Freiheit“) verleiht. Sie versteht es, „zwischen Takt und Taktik“ (E. Lorenz) ihre Ansichten zu äußern. In einem Schreiben von Ende Januar 1576 an den höchsten Repräsentanten ihres Ordens, Pater General Giovanni Battista Rossi (span. Rubeo), wird das besonders deutlich:

„Wenn wir vor dem Angesicht Gottes erscheinen, werden Euer Wohlehrwürden sehen, wie viel Sie Ihrer wahren Tochter Teresa de Jesüs verdanken“ (Cta. 98).20

Teresas Mut, ihre Hoffnung gegen alle bedrängende „Weltuntergangsstimmung“, bringen ihr das für unsere heutigen Ohren etwas befremdlich klingende „Kompliment“ ein, sie sei tapfer und mutig „wie ein echter Mann, und zwar einer von den ganz bärtigen“.21



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Copyright © 1999 Pfr. B. Dietrich und Dr. M. Schwarten
Letzte Änderung am 19. März 1999 um 16:00